Kursdetails
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"Manche Akademikerin wünschte, sie wäre Säuglingspflegerin oder Köchin“
Jüdische Frauen im Nationalsozialismus zwischen Repression, Widerstand und Migration

Einen Tag nach der Reichspogromnacht wurde die jüdische Presse reichsweit verboten. Bis dahin erschien zum 1. jeden Monats das Israelitische Nürnberg-Fürther Gemeindeblatt, das wie ein Mikrokosmos Abbild jüdischen Alltags ist: Hier schreiben JournalistInnen, die bislang in der reichsweiten deutschen Presse tätig waren, hier werden hochkarätige Konzerte bedeutender Sängerinnen in der Nürnberger Synagoge angekündigt, Aktivitäten des „Jüdischen Kulturbundes“, der den arbeitslos gewordenen KünstlerInnen ein Auskommen bot.

Frauen und Männer haben jeweils unterschiedlich auf die zunehmende Ausgrenzung reagiert, gezwungenermaßen: Die Maßnahmen jüdischer Hausfrauen bewegten sich zwischen Anpassung und Selbsthilfe, aufgrund des Arbeitsplatzverlustes des Mannes sorgten nun viele Frauen durch Hilfsarbeiten für den Unterhalt und die Auswanderung gelang Männern vorerst leichter als Frauen. Die Bandbreite der Reaktionen jüdischer Frauen war breit: verstärkter Einsatz im Gemeindeleben, Besinnung auf jüdische Wurzeln, schriftstellerisches oder künstlerisches Engagement: Das Nürnberg-Fürther Gemeindeblatt öffnet faszinierende Fenster in eine Zeit vor der Vernichtung.

Nadja Bennewitz, Magisterstudium der Neueren und Mittleren Geschichte und Italoromanischen Philologie, ist als Historikerin mit Schwerpunkt zur Frauen- und Geschlechterforschung in Spätmittelalter, Reformation, 19. und 20. Jh. und Kunstgeschichte in und um Nürnberg/Erlangen und Italien unterwegs.

Kurstermine 1

Insgesamt gibt es 1 Termine zum diesen Kurs
Datum Ort
1 Montag  •  09.11.2026  •  19:00 - 20:30 Uhr Oberasbach, KuBiZ, Seminarraum EG, Am Rathaus 8
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Kursort

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